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  1. Verhaltenstipps in der Engadiner Natur

(Wild)Campen im Engadin

(Wild)Campen im Engadin
Wer mit dem Wohnmobil oder dem Bus in Graubünden unterwegs ist, kann sein Reiseziel flexibel wählen. Wer dabei im Freien übernachtet, sollte sich vorher gut über die Möglichkeiten informieren.

Im Oberengadin gibt es 8 Campingplätze. Dennoch kann es diesen Sommer und Herbst aufgrund der grossen Nachfrage zu Engpässen kommen. Wer sich dann fürs Übernachten auf nicht ausgewiesenen Orten beispielsweise ausserhalb von Campingplätzen entscheidet, sollte einige Punkte beachten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Denn die Rechtslage ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Verbot in Schutzgebieten und sensiblen Lebensräumen

Ein generelles Campingverbot herrscht in folgenden Landschaftsgebieten:

  • Eidgenössische Jagdbanngebiete / Wildschutzgebiete
    Naturschutzgebiete

  • im Schweizerischen Nationalpark

  • in Biotopen (Flachmoor, Hochmoorbiotope von nationaler Bedeutung)

  • in militärischen Sperrzonen

  • an Orten, an denen ein allgemeines Betretungsverbot gilt

Unter https://map.geo.admin.ch/ sind die Schutzgebiete und besonders sensiblen Lebensräume in einer detaillierten Karte verzeichnet. Über die Suchfunktion lassen sich z. B. der Schweizerische Nationalpark, die eidgenössischen Jagdbanngebiete, Flachmoore, Hochmoore, Auengebiete und Wildruhezonen anzeigen.

Übernachten an öffentlichen Orten und Parkplätzen

Im Oberengadin gibt es je nach Gemeinde zusätzlich zu den generellen Verboten, weitere spezielle, regionale Einschränkungen. Deshalb sollte man sich im Vorfeld direkt bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung, dem örtlichen Tourismusbüro oder der Polizei über die Rechtslage erkundigen. Das gilt auch für das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen. Beachten auch Signalisationen und Parkzeit-Beschränkungen.

Zudem gibt es temporäre Stellplätze in St. Moritz, Silvaplana/Surlej, Maloja und bei der Talstation der Diavolezza. Informationen über die temporären Stellplätze bekommest du bei den jeweiligen Campingplätzen.

Auf Privatgrundstücken

Wer auf einem privaten Grundstück oder in der Nähe einer Hütte campen möchte, erkundigt sich beim Grundstückeigentümer respektive beim Hüttenwart und bittet um die Erlaubnis.

Mit Respekt zu Flora und Fauna

Grundsätzlich gilt beim Campen ein respektvoller Umgang mit der Natur. Abfälle dürfen nicht zurückgelassen werden, dazu zählen auch Essensreste. Verlasse den Ort so, wie du ich ihn antreffen möchtest. Sei rücksichtsvoll gegenüber den Wildtieren und mach keinen Lärm. Von Feuer wird abgeraten.

Ratgeber Gut zu wissen: Wild campen

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