Skitouren

Skitouren im Engadin
Du kannst es im Herbst schon kaum erwarten, bis es schneit? Es kribbelt im Magen, wenn du an die nächste Abfahrt im Tiefschnee denkst? Und du vermisst den Schneestaub im Gesicht? Dann gehörst du ins Engadin. Atemberaubende Aussichten auf den schönsten Skitouren warten – du musst es erleben, um es zu fühlen.

Der Weg in eine andere Welt

Sobald die Felle aufgezogen sind und es an den Aufstieg geht, beginnst du in die Stille abzutauchen, die viele Skitourengänger suchen. Ob du dabei im Talboden startest, oder die Bergbahn nimmst, um am Anfang ein paar Höhenmeter zu sparen oder einfach noch höher hinauszukönnen – die Möglichkeiten im Engadin sind so endlos wie die Weite des Tals selbst.

Im Reich der Dreitausender

Der Berninapass bietet nicht ganz so viele Gipfelziele wie der Julierpass. Dafür sind weniger Leute unterwegs und die Landschaft ist mit den nahen Gipfeln der Bernina-Gruppe äusserst imposant. Von Pontresina ist man in 15 Minuten beim Parkplatz Diavolezza. Dort starten nicht nur die Skitouren auf den Piz Alv (2974 m) und Piz Minor (3048 m), sondern auch die «Diavolezza Challenge»: eine markierte und vor alpinen Gefahren gesicherte Aufstiegsroute mit Zeitmessung und Gewinnspiel. Zudem finden hier jeden Freitag Nachttrainings statt.

Bergsteigern dient das Berghaus Diavolezza (2978 m) als Ausgangspunkt für Hochtouren im Berninamassiv. Ausserdem beginnt hier eine der schönsten Skitouren des Engadins. Die Tour über die Gemsfreiheit (3185 m) hinunter nach Morteratsch (1896 m) ist wenig schwierig, aber gleichzeitig sehr spektakulär. Denn man läuft über den Persgletscher, wo man den gewaltigen Piz Palü im Angesicht spürt. Aufgepasst: Wer keine Erfahrung auf Gletschern hat, dem ist diese Skitour nur in Begleitung eines Bergführers empfohlen.

Das wohl bekannteste Skitourengebiet im Engadin ist der Julierpass (2284 m). Von Silvaplana ist man in wenigen Minuten bei den verschiedenen Parkplätzen, wo die Skitouren beginnen. Beliebt ist der Julierpass, weil er viel Auswahl und Abwechslung bietet. Unsere Bergführer finden hier bei allen Verhältnissen eine sichere Route. Klassiker sind der Piz Surgonda (3196 m) und der Piz Lagrev (3165 m), der eine herrliche Sicht ins Engadin freigibt. Im Juliergebiet befindet sich auch die Chamanna Jenatsch (2653 m). Die SAC-Hütte ist unter anderem der Startpunkt für die Besteigung des bekannten Piz d’Err (3307 m).

Ein kleines Skitouren-Juwel eröffnet sich auf Muottas Muragl (2454 m). Der bekannte Ausflugsberg ist mit einer Standseilbahn erschlossen und vor allem zum Winterwandern und Schlitteln sehr beliebt. Aber mit dem Piz Muragl (3156 m) und Piz Vadret (3199 m) warten hier auch erstklassige Skitourenziele. Da die beiden Gipfel im Herzen des Tals liegen, bieten sie eine super Übersicht über das ganze Engadin.

Das Dorf Zuoz liegt verträumt und ruhig am Inn und auf beiden Seiten locken gemächliche Skitouren, die zum Teil direkt vor der Haustüre beginnen. Zudem bietet Zuoz ein Skigebiet, das die Aufstiegszeit auf den Piz Belvair oder Piz Griatschouls erheblich verkürzt. Auf der gegenüberliegenden Talseite ist der Piz Arpiglia ein beliebtes Gipfelziel.  

Weitere Skitouren, die direkt im Dorf beginnen, findest du in Madulain (Muntischè), La Punt (Crasta Mora) oder St. Moritz (Piz Mezdi). 

Freeride und Skitouren im Engadin

Unterwegs mit den Profis

Bergsteigerschule Pontresina

Du möchtest einen dieser Giganten besteigen? Mit etwas Skitourenerfahrung, Kondition und einem guten Bergführer ist das Gipfelglück weniger weit weg, als du meinst. An der richtigen Adresse bist du bei der Bergsteigerschule Pontresina. 

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Abenteuer Hochtour

Eine Hochtour auf den Piz Palü (3901 m) beginnt auf der Diavolezza (2978 m), wo das Panorama auf den «Festsaal der Alpen» schlichtweg umwerfend ist. Eine Pendelbahn bringt dich auf den beliebten Ski- und Aussichtsberg. Bergsteiger, die früh hinaus wollen, können im komfortabel eingerichteten Berghaus übernachten. Am Piz Palü warten wenige technische Schwierigkeiten, auf dem ausgesetzten Gipfelgrat sind jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Eindrücklich ist der Weg durch die Cambrenabrüche, wo man sich wie in einem Eislabyrinth fühlt.

Die Winterbesteigung des Piz Bernina (4049 m) ist eine sehr lange und schwierige Hochtour. Insgesamt sind 1600 Höhenmeter zu bewältigen. Es geht nah an klaffenden Gletscherspalten vorbei. Und um den Gipfel zu erreichen, klettert man über den felsigen Spallagrat. Neben einer guten Kondition und Skitechnik braucht es Erfahrung beim Laufen und Klettern mit Steigeisen. Los geht die Tour ebenfalls auf der Diavolezza.

Auch Graubünden hat eine Haute Route. Diese führt in vier Tagen vom Engadin nach Davos. Dabei besteigst du einige der schönsten Skitourengipfel von Graubünden und übernachtest in den SAC-Hütten: Es-cha (2594 m), Kesch (2632 m) und Grialetsch (2542 m). Für alle Tiefschneefans und Hüttenromantiker.

Neben den oben beschriebenen Klassikern findest du im Engadin auch genügend Herausforderungen abseits der Massen. Im Val Forno bei Maloja zum Beispiel liegt die gleichnamige SAC-Hütte, von wo man den mächtigen Monte Disgrazia (3678 m) in Angriff nehmen kann. Den Piz Tschierva (3546 m), mit einer anspruchsvollen aber lohnenswerten Abfahrt ins Val Roseg, erreicht man von der Bovalhütte. Interessant ist auch der Piz Cambrena (3606 m), den man direkt von der Berninapasshöhe besteigen kann. Und was ist dein Gipfelziel? Die Bergsteigerschule Pontresina hilft gerne weiter.

Powdern

Auf der Diavolezza/Lagalb und dem Corvatsch herrschen für Freerider himmlische Zustände – Powder, Cliffs und endlose Hänge findest du im Engadin so viel du möchtest. Nicht umsonst treffen sich bei uns die besten Freerider der Welt, um alljährlich die legendäre Corvatsch Nordwand zu bezwingen!   

Freeriden bedeutet Skifahren in seiner ursprünglichsten Form, ist wie surfen auf Schnee und der Moment, in dem dein Körper unzählige Glückshormone ausstösst.

Die berühmte Nordwand

Nebst der Diavolezza bieten auch die Nordhänge des Corvatsch das, was du als Freerider suchst. Das Terrain ist anspruchsvoll und die bis zu 65 Grad steile Nordwand ist jährlich Austragungsort des Freeride-Contests Engadinsnow. Während die Cracks hier felsdurchsetzte Hänge und Rinnen finden, entscheiden sich Geniesser für die breiten Tiefschneehänge für ein entspannteres Freeriden. Unabhängig davon, zu welcher Sorte du gehörst –Safety first! Beachte stets die Lawinenverhältnisse und begib dich nie ohne die nötige Ausrüstung Off-Piste.  

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Der Ruf der Freiheit

Freeride im Engadin

First lines? Safety first!

Was beim Skitouren und Freeriden in ungesichertem Gelände wichtig ist.

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Lawinenbulletin

Alles wichtigen Informationen für Tourengänger*innen: Schneesituation, Schneekarten, Messwerte & Profile.

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Diavolezza Challenge

Die Skitourenroute fürs Training.

Diavolezza Challenge