Inn-Radweg

Inn-Radweg – der Ursprung
Der Inn entspringt auf 2645 m ü. M. am Pass Lunghin. Hier befindet sich die 3-fache Wasserscheide, wobei der Inn gegen Osten hin bei Maloja in den Silsersee mündet. Das Passdorf ist der Ausgangspunkt für den Inn-Radweg. Wer zuerst zur dreifachen Wasserscheide möchte, lässt das Rad im Dorf, wechselt die Schuhe und wandert rund zwei Stunden den Berg hoch. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, dem empfiehlt sich der kurze Ausflug zum Turm Belvedere. Dieser ist mit dem Rad erreichbar und die Sicht aus dem Turm auf den Silsersee ist atemberaubend schön. Ein erster Höhepunkt. Der Radweg führt dann von Maloja zuerst auf der Hauptstrasse bis nach Sils. Ab hier lässt man den Verkehr der Hauptstrasse hinter sich und wechselt auf die rechte Uferseite auf eine Naturstrasse, die dem Silvaplanersee entlangführt. Wer es ruhig mag, fährt diesen Abschnitt am frühen Morgen. Dann, wenn nur wenig Leute unterwegs sind, der See ruhig und spiegelglatt ist und die Sonne erst die umliegenden Berge erreicht. Wer hingegen den Trubel mag, der wartet, bis der Malojawind gegen Mittag einsetzt und beobachtet beim Vorbeifahren das bunte Treiben von Kite- und Windsurfern auf dem See.





Die Innauen von Bever
Nach rund 20 Kilometern erreichst du bereits St. Moritz – ein guter Ort für eine erste Pause am Lej Marsch oder etwas weiter in Richtung Celerina beim Lej da Staz. Im Sommer bieten diese Moorseen eine willkommene Abkühlung und das richtige Ambiente, um die Beine einen Moment auszustrecken, um zu ruhen und zu sein. Wer einkehren möchte, kann dies beim Restaurant Lej da Staz machen. Bis zum Ziel der ersten Etappe in La Punt Chamues-ch sind es von hier noch rund 15 Kilometer an Celerina, Samedan und Bever vorbei. Der Abschnitt bei Bever ist besonders erwähnenswert. Als die beidseits des Flusses verlaufenden Hochwasserdämme sanierungsbedürftig waren, hat sich die Gemeinde dafür entschieden, das Gebiet beim Zusammenfluss von Inn und Beverin zu revitalisieren. Heute darf sich der Fluss seinen Weg wieder selbst suchen – entstanden ist eine landschaftliche Aufwertung und somit ein Mehrwert für Bevölkerung, Gäste und die Biodiversität.
Etappenziel am Fusse des Albulapasses
Die erste Etappe ist geschafft. Bis hierhin hast du 35 Kilometer des Inn-Radweges zurückgelegt. Es bleibt Zeit, das Dorf La Punt Chamues-ch mit seinen stattlichen Patrizierhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu entdecken. Die Engadiner Sgraffiti und romanischen Lebensweisheiten an den Fassaden verleihen dem Dorf einen besonderen Charme. Für die nötige Kraft für die nächste Etappe über 22.5 Kilometer bis nach Zernez sorgt das Abendessen in einem der Restaurants. Wer ein besonderes Stück Engadin erleben möchte, der reserviert sich am besten einen Tisch im Restaurant Krone und bestellt das Arven Menu – ein Fest für die Sinne.

Grenzüberschreitungen
Von Zernez bis nach Österreich
Sobald du das Dorf S-chanf hinter dir gelassen hast, führt der Weg durch den Wald, wobei man ein paar kurze Anstiege bewältigt und nach Cinuos-chel bereits unmerklich die politische Grenze zwischen dem Ober- und Unterengadin passiert. In Zernez spricht man indes bereits das rätoromanische Idiom Vallader – ein klares Zeichen dafür, dass du im Unterengadin angekommen bist. Von hier aus führt der Inn-Radweg weiter in die traditionellen Dörfer des Unterengadins, wie dem bekannten Schellen-Ursli Dorf Guarda. Der Aufstieg ab Lavin über Guarda weiter bis nach Ftan hat es mit etwas über 400 Höhenmeter in sich, die Ankunft in diesen Dörfern macht die Anstrengung aber wett. Von Scuol geht es weiter bis nach Martina, von wo aus es nur noch ein Katzensprung ist bis zur Überfahrt nach Österreich.


