Werden – Sein – Vergehen – Die Oberengadiner und Bergeller Landschaft als Bühne und Mitspieler in Giovanni Segantinis «Alpentriptychon»

Vortrag von Dr. Mirella Carbone im Rahmen der Silser Kunst- und LiteraTourtage
Für den aus Arco (Trentino) stammenden Maler Giovanni Segantini (1858-1899) war Maloja, wo er sich im Sommer 1894, mit seiner Familie niederliess, die letzte Etappe auf seinem geographisch wie künstlerisch steil aufsteigenden Weg, der ihn von den bescheidenen Anfängen in Mailand über die Brianza hinauf nach Savognin (Oberhalbstein) und schliesslich ins Oberengadin führte. Hier verbrachte Segantini, inzwischen ein international gefeierter Künstler, die letzten, dabei produktivsten fünf Lebensjahre, hier schuf er sein aufgrund des frühen Todes unvollendet gebliebenes Hauptwerk, das Alpentriptychon "Werden – Sein – Vergehen», das die Hochgebirgsnatur jenseits jeder romantischen Verklärung zur Bühne verwandelt, auf der Leben und Tod, Mutterglück und Abschiedstrauer, Licht und Dunkelheit, Alltagsmühsal und Ergebenheit verschmelzen und sich gegenseitig bedingen.
Mirella Carbone, künstlerische Leiterin des Segantini Museums, wird ihre Ausführungen durch bisher in deutscher Sprache unveröffentlichte Texte des Künstlers ergänzen.
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