Wagner, Nietzsche und die ewige Wiederkehr

Christian Wildhagen (NZZ) im Gespräch mit Tobias Kratzer, Opernregisseur und Intendant der Staatsoper Hamburg

Am Ufer des Silvaplanasees, liegt der vielleicht bedeutendste Stein der Philosophiegeschichte: ein
pyramidaler Felsblock, an dem Friedrich Nietzsche – nach eigener Aussage – die Idee der "ewigen Wiederkehr" kam: dem Gedanken, dass alles was ist und alles was sein wird, sich in einem unendlichen Universum zwangsläufig auch unendlich wiederholt. Ein Gedanke, der mit der
Überzeugungskraft einer plötzlichen Eingebung über ihn kam – aber vielleicht nicht aus dem Nichts.

Der bekannte Musikkritiker Christian Wildhagen (NZZ) und der gefeierte Opernregisseur und Intendant der Staatsoper Hamburg Tobias Kratzer, der bei den Bayreuther Festspielen einen weithin beachteten "Tannhäuser"
inszenierte und derzeit an der Bayerischen Staatsoper den " Ring der Nibelungen" erarbeitet, gehen in ihrem Gespräch der Frage nach, ob Nietzsches Konzept der "ewigen Wiederkehr" seine Wurzeln nicht an bisher unbeachteter Stelle hat: im Werk Richard Wagners.

Ein Dialog zwischen musikalischen Betrachtungen und kosmologischer Spekulation; zwischen Philosophie und musiktheatraler Praxis.

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