Roger de Weck: Glanz und Elend der Konservativen

Das neue Buch Roger de Wecks befasst sich mit der Stärke und Schwäche des Konservatismus mit Blick auf die Verteidigung der Demokratie. Dr. Manfred Osten spricht mit ihm darüber.
Roger de Weck war Chefredaktor vom Tages-Anzeiger und der ZEIT, Moderator der Sternstunden Philosophie und SRG-Generaldirektor. Er ist Gastprofessor am College of Europe in Brügge und Präsident der «Jean Monnet Europa-Stiftung» in Lausanne.
Dr. Manfred Osten, deutscher Autor, Jurist, Diplomat und Kulturhistoriker und hat im Waldhaus schon mehrfach als Gesprächspartner für die wichtigen Fragen geglänzt.
Die Demokratie ist beiden ein besonders wichtiges Thema, und die Frage wie wir sie erhalten können. In seinem aktuellen Buch "Glanz und Elend der Konservativen" (erscheint im September 2026 bei Suhrkamp) setzt sich de Weck mit der Aufgabe der Konservativen auseinander: Niemand kann die Demokratie wirksamer verteidigen – oder aber massiver schwächen – als Konservative. Liberal-Konservative bilden die Kraft, die den Rechtsautoritären am meisten zusetzen kann, wie sich in Ungarn und Polen zeigte. Aber auch die Kraft, die sich am ehesten von ihnen beirren lässt. In der Schweiz schwanken Parteien der rechten Mitte zwischen ihrem klaren Bekenntnis zur offenen Gesellschaft und der Versuchung, Anleihen zu machen bei Rechtspopulisten, die auf Radikalität statt Stabilität setzen. In Europa erwiesen sich Liberal-Konservative und Christdemokraten oft als Neuerer, sie lancierten die soziale Marktwirtschaft und die europäische Einigung. Doch schafft es der Konservatismus, sich selbst zu erneuern?
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