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Starker Franken als Herausforderung

Starker Franken als Herausforderung

Dies ist dann eine echte Herausforderung, wenn man seine Leistungen in der Schweiz und mit Schweizer «Rohstoffen» erbringt, den Gewinn aber im Ausland oder mit ausländischen Gästen in der Schweiz erzielen muss. Wir von Engadin St. Moritz sind längst nicht die einzigen, die in dieser Zwickmühle stecken, aber es sieht ganz danach aus, als ob wir noch länger mit diesen unglücklichen Voraussetzungen zu kämpfen hätten. Die Herausforderung ist mittlerweile so offensichtlich, dass selbst Medien und Politiker der Tourismusbranche nicht mehr einfach unterstellen, sie würde aus Prinzip jammern.

Tourismus in der ganzen Schweiz betroffen
Dieser krasse Unterschied zwischen den Dingen, die wir beeinflussen können – die Qualität unserer Leistungen – und den Aspekten, die wir einfach hinnehmen müssen, macht uns zu schaffen. Mit dieser Herausforderung haben praktisch sämtliche Schweizer Destinationen zu kämpfen. Dass Engadin St. Moritz eine Tourismusdestination von internationalem Format ist, macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil: Für Gäste aus der Euro-Zone (etwa Deutsche und Italiener) ist der Aufenthalt bei uns momentan rund 20 Prozent teurer als noch vor einem Jahr! Verschärft wird die Situation mit dem Ausbleiben vieler Japaner, deren Reiselust sich nach Erdbeben, Tsunami und Atomkrise verständlicherweise in Grenzen hält.

Häufung herausfordernder Umstände
Fatalerweise treffen zurzeit gleich drei negative Faktoren aufeinander: der starke Schweizer Franken, das miese Sommerwetter und Naturkapriolen wie der Tsunami in Japan oder die Aschewolken. Doch obwohl wir im Vergleich zum Vorjahr weniger Logiernächte haben werden, sind wir bis dato mit einem blauen Auge davongekommen. Und dass wir bei den inländischen Gästen sogar zulegen konnten, freut uns besonders. Ihre Treue zur Feriendestination Engadin St. Moritz schätzen wir umso mehr, als das Ausland überall mit günstigen Angeboten lockt. So sitzen wir also vor dem berühmten halbleeren Glas und bemühen uns, dieses zu füllen. Mit mehr russischen Gästen im Winter etwa. Aber auch mit Amerikanern, die trotz schwachem Dollar vermehrt ins Engadin reisen. Und mit Gästen aus den Golfstaaten und aus China. Alle diese Märkte – inklusive die Schweiz – können den tiefen Eurokurs aber nicht kompensieren.

Politik und Wirtschaft gefordert
So stellt sich die Fragen, welche Massnahmen denn getroffen werden könnten, um diese Baisse zu überwinden:
• Anbindung des Frankens an den Euro?
• Erleichterung der Rahmenbedingungen für den Export?
• Festlegung eines Wechselkurszieles für Extrem-Situationen?
• Weitergabe der tieferen Preise durch den Kursgewinn an die Konsumenten durch die Importeure und den Grosshandel?
Diskutiert wird in Politik und Wirtschaft seit Monaten viel, geschehen ist nichts. Vielleicht deshalb, weil nachhaltige Lösungen in einer derart komplexen Wirtschaftswelt gar nicht mehr möglich sind? Es ist klar: Ein starker Franken schadet nicht grundsätzlich – wenn er eine gewisse Limite nicht überschreitet. Aber Import und Export sollten letztlich ähnliche Chancen haben.

Mit klugem Marketing Gegensteuer bieten
Die Tourismusorganisation Engadin St. Moritz hat alle Marketing-Register gezogen. So haben wir Angebote mit Mehrwert – wie «Bergbahnen inklusive» und das «Familienangebot» und innovative Dienstleistungen wie das «Elektro-Biken». Wir besuchen unsere wichtigsten Märkte laufend und sprechen unsere potenziellen Kunden direkt an: im renommierten Kaufhaus Harrods in London, auf dem Zürcher Uetliberg, auf Mailands Einkaufsmeile Via Dante und bei Sportscheck in Stuttgart. Und wir arbeiten mit motivierten Engadinerinnen und Engadinern an der Steigerung unserer Herzlichkeit als Gastgeber.

Visa-Effizienz als Chance
Doch unsere Mittel sind begrenzt. Sowohl bei der Bearbeitung traditioneller Märkte wie der Schweiz, Deutschland, Italien und England als auch bei der Erschliessung neuer, zukunftsträchtiger Märkte wie China und die Golfstaaten. Hier kann uns der Bund echten Support bieten – in China beispielsweise, indem die Schweizer Botschaft die Visa-Anträge potenzieller chinesischer Gäste effizient vorantreibt. Im Wissen, dass wir in einem einzigartigen Hochtal leben und täglich an unseren Produkten und der Qualität arbeiten, sind wir zuversichtlich, dass wir allmählich in eine wirtschaftliche Schönwetterperiode gelangen.

Tourismusorganisation Engadin St. Moritz
Hugo Wetzel, Präsident und Ariane Ehrat, CEO