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Hier sprudelt Energie

Natürlich nachhaltig

Hier sprudelt Energie

«Es werde Licht!» sprach der Pioniergeist 1879 im Engadin, und es ward Licht. Genauer gesagt: Es ward das erste elektrische Licht der Schweiz. Vollbracht hat’s die Wasserkraft, die rasch zum wichtigsten Faktor für den Alpentourismus wurde. Eine Hommage an die starke Strömung.

Den Engadinern ging schon früh ein Licht auf. Als der St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt 1878 von seinem Besuch der Pariser Weltausstellung zurückkehrte, hatte er eine jener elektrischen Jablotschkow’schen Kerzen im Gepäck, welche zu Hunderten die Schlussfeierlichkeiten der «Ville Lumière» erleuchtet hatten. Die Glühlampe war damals noch nicht erfunden und die Weltöffentlichkeit schwärmte von dem berauschenden Lichtwunder dieser sonnengleichen Bogenlampen. Badrutt fackelte nicht lange und liess daheim in St. Moritz die erste Wasserturbine installieren. Die Maschine nutzte dazu den kleinen Bach direkt hinter seinem Kulm Hotel, um mit stolzen 3kW den Speisesaal zu erleuchten. So genossen Badrutts Gäste bereits in der Sommersaison 1879 ihre Mahlzeiten endlich ungestört vom Geruch der Petroleumlampen.

Pioniere voller Energie

Die Kurgäste dankten es Badrutt und all jenen weiteren Hotels und Gemeinden, die sukzessive im Engadin das Licht anknipsten: Sie kamen in Scharen in das Hochtal, das nun nicht mehr «nur» durch Natur und Exklusivität punktete, sondern auch beim technischen Fortschritt die Nase vorn hatte. Wer brauchte schon einen grossstädtischen Prachtboulevard, wenn er in den hell erleuchteten Strassen von Pontresina die Nacht zum Tag machen konnte?

Nicht lange liessen weitere Errungenschaften auf sich warten, die mit dem Aufschwung der Fremdenindustrie einhergingen. Motoren, Hotellifte, Telefone, Bergbahnen – diese und weitere Annehmlichkeiten benötigten Elektrizität. Und das Wasser machte es möglich! An den Ufern des Inns und seiner Zuflüsse entstanden ab 1880 innerhalb weniger Jahre 12 Wasserkraftwerke, von denen acht ausschliesslich für Hotels erbaut wurden.

Starke Strömung gen Fortschritt

Mit rund 1500 Seen, 890 km2 Gletscher, unzähligen Fliessgewässern und der einzigartigen Dreifach-Wasserscheide auf dem Pass Lunghin ist die Schweiz seit jeher das Wasserschloss Europas. Und innerhalb unserer Alpenrepublik gilt das Graubünden als wahrer Wasserkraftkanton: Ein Fünftel der gesamten Schweizer Wasserkraft stammt von dort – und rund 5 % aus dem Engadin. Diesen Wasserreichtum verdankt unser Hochtal vor allem der «weissen Kohle»: den Schneeflocken, die bis zu 80 % der Wassermassen des Inns und seiner Zuflüsse ausmachen.

Doch nicht nur in Grosswasserkraftwerken wie dem imposanten Pradella wird diese natürliche Ressource genutzt. Kleinwasserkraftwerke mit Fallhöhen von nur zwei bis drei Metern haben sogar einen Anteil von 10 % der gesamten Schweizer Wasserkraftproduktion. Darüber hinaus entsprudeln ihnen noch weitere Vorteile, denn sie sind wesentlich weniger von Umwelteinflüssen und Topographie abhängig, entlasten die Übertragungsnetze und schaffen noch dazu Arbeitsplätze in Randregionen.

Nachhaltig wohltemperiert

Seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert stellt die Elektrizitätsgewinnung im «Garten des Inn» (rätoromanisch für «Engadin») die mengenmässig grösste Wassernutzung dar. Flüssig war man hier zwar schon immer, doch das Bestreben, sich weiterhin an der Weltspitze des Alpentourismus zu behaupten, fordert laufend neue Investitionen, sprich: mehr Energie. Leider grätscht hier auch der Klimawandel ins Bild: Die wärmeren Temperaturen wirken sich auf den Schneefall, das Schmelzwasser und letztlich auf die Wasserkraft aus. Zum Leidwesen sämtlicher vom Wasser abhängigen Aktivitäten wie Beschneiung, Trinkwasserversorgung oder Landwirtschaft.

Der Ruf nach Nachhaltigkeit hallt daher seit Jahren durch das Hochtal. Und er wird erhört! Die zahlreichen Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien, allen voran der Wasserkraft, sind Teil des Engadiner Alltags:

«Wärme aus dem See»

Der St. Moritzersee ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel und Erholungsgebiet für Gemeinde und Region, sondern dient auch als nachhaltige Energiequelle. Sommers wie winters entziehen Wärmepumpen ihm Energie, die als Heizwärme für zahlreiche öffentliche Gebäude, Hotels sowie Privathaushalte genutzt wird. Über 1500 t CO2 und mehrere Hunderttausend Liter Heizöl werden so jährlich eingespart.

«Schnee aus dem See»

Gar einen komplett neuen See auf 2640 m ü. M. legte die Engadin St. Moritz Mountains AG anlässlich der Ski-WM 2017 an. Der Speichersee Lej Alv mit 400'000 m3 Volumen ermöglicht auf der Corviglia nun auch kurzfristig Beschneiung, da das Wasser nicht mehr vom St. Moritzersee hinaufgepumpt werden muss. Zu den Vorteilen des Lej Alv gehört übrigens nicht nur eine Stromersparnis von rund 400 Haushalten pro Jahr, sondern auch die neue Bergseeidylle, mit der er Ausflügler und Aktivurlauber bezirzt.

«Energievoll entspannen»

Bevor Denms Somergen zur Arben gent‘ pack! er eIne seIdene Slrumpfnose und eIne Pensche In seIne Tascne.Ebenfalls H2O-Power steckt in den schicken Energy-Bänklis an ausgesuchten Standorten im Engadin. Ans Stromnetz angeschlossen können die Holzbänke verschiedentlich genutzt werden: als Aufladestation mobiler Geräte und E-Bikes dank Steckdosen, zum Surfen dank WiFi-Hotspots, als Veloständer dank Schliessvorrichtungen – oder einfach als bequeme Sitzgelegenheit, um selbst etwas Engadiner Sonne zu tanken.