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Der Maloja-Flüsterer

Solo Solinski über den Malojawind

Silvaplana
Solo Solinski - Der Maloja-Flüsterer

Solo Solinski folgte einst dem Tipp eines Surfers und reiste aus seinem Land ohne Berge ins Engadin. Es war der Beginn einer Liebesgeschichte zwischen dem holländischen Surfer und dem Malojawind.

Spricht Solo Solinski über den Malojawind, tut er das mit Ehrfurcht. Er spricht über den Maloja, als ginge es um eine Person, die er liebhat. «Der Maloja ist nicht berechenbar und nicht planbar.» Manchmal wehe er heftig, fast wütend. Dann wieder benehme er sich sanft und beinahe still. Und ein weiteres Mal bleibe er dem Engadin, dem Silvaplanersee, sogar ganz fern.

Solo Solinski, der mit bürgerlichem Namen Martyn Van Solingen heisst, ist nicht irgendwer, der da über den Wind redet. Solo Solinski ist eine Legende, was sämtliche Sportarten angeht, die mit Wind und Wasser zu tun haben. Aufgewachsen ist der heute 55-Jährige in Holland. Dort, wo es keine Berge gibt, dafür ein Meer, und Wind. Windsurfen wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Als kleiner Bub lernte er den Umgang mit Brett und Segel. Mit seinen Eltern fuhr er oft ans Meer im holländischen Zeeland und wurde rasch ein guter Windsurfer.

Solo Solinski
Solo Solinski

Irgendwann genügte ihm Holland nicht mehr. Er wollte dorthin, wo es wärmer ist. Dorthin, wo es Palmen gibt. Jahrelang jagte er dem Wind und den Wellen nach. In Texas, in der Dominikanischen Republik, in Mexiko oder Australien. Dabei lernte er viele Menschen kennen. Unter anderem Leute, die in den Bergen wohnten und im Winter ihrer zweiten Passion, dem Skifahren, nachgingen. Im Sommer surften sie. Sie redeten vom Engadin. Dort sei beides möglich, Skifahren und Windsurfen, manchmal beides am selben Tag. Das wollte Solo Solinski genauer wissen. 1993 reiste er in eine völlig unbekannte Gegend. In die Berge, an den Silvaplanersee.

Zuerst war er schlicht überwältigt von der Schönheit der Natur. Von diesem Hochplateau, den hohen Bergen und natürlich den Seen. Auf den ersten, positiven Schock folgte Überraschung. Er war überrascht über die lebendige Windsurfszene hier. Und er machte ein erstes Mal Bekanntschaft mit dem Malojawind. Da war es um ihn geschehen. Seither surft Solo Solinski beinahe täglich auf dem Silvaplanersee. Wobei Windsurfen zu ungenau ist. Solo probiert alles aus, was mit Wind und auf Wasser möglich ist.

Solo Solinski
«Im Engadin ist beides möglich, Skifahren und Windsurfen, manchmal beides am selben Tag.»

Aktuell verbringt er viel Zeit mit Wingfoilen. Bei dieser Sportart ist das Spiel mit den Kräften von Wind und Wasser besonders ausgeprägt. Wenige beherrschen das so gut wie Solo Solinski. Er tut es mit einer Mischung aus Kraft, Ausdauer, Leichtigkeit und Eleganz. Vor allem aber mit Spass. Man spürt seine Lebensfreude, wenn man ihm vom Ufer aus zuschaut, wie er da auf dem Wasser zu schweben scheint. Sie ist ansteckend, die Freude. So ist geschehen, was niemand für möglich gehalten hätte: Der Paradiesvogel, diese auffällige und schrille Persönlichkeit, dieser Surferboy, ist nicht in Kalifornien gelandet, sondern in den Alpen. Im Winter ist er Ski- und Snowboardlehrer, im Sommer arbeitet er auf dem Camping Silvaplana.

Mittlerweile ist das Engadin kein Geheimtipp mehr für Windsurfer, sondern es ist ein Magnet und Treffpunkt für die Szene geworden. Mit dem «Engadinwind» findet in Silvaplana jeden Sommer eine der bedeutendsten Wassersportveranstaltungen weltweit statt. Beinahe alle Stars gaben sich hier schon die Ehre. Unter anderem surfte Robby Naish auf dem Silvaplanersee; er ist 24-facher Windsurf-Weltmeister.

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Solo Solinski wohnt auf dem Campingplatz Silvaplana. Dort macht er beinahe alle Jobs, die anfallen. Morgens ist er einer der Ersten, die wach sind. So hat er später Zeit, auf den See zu gehen. Die Atmosphäre auf dem Camping liebt er. Sie ist äusserst entspannt, der Umgang locker. Surferinnen und Surfer übertragen ihr Lebensgefühl auf die Besuchenden und Gäste. Die Landschaft trägt das ihre dazu bei. Und Solo. Beinahe alle kennen ihn, den Holländer mit dem Lächeln auf dem Gesicht. Den Mann, dessen Daumen ständig nach oben zeigen. Überall versprüht er Positivität, grüsst stets mit der Shaka-Geste. An gewissen Abenden sitzt Solo auf einem Felsvorsprung am See. Der Wind streicht ihm durch die Haare. Es macht den Eindruck, als wäre er mit sich und der Welt völlig im Reinen. Er schaut zu den Gipfeln und dann zum See.

«Das Engadin und ich, das passt.»
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