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Die Geschichte von Maloja

Maloja, das Bergeller Tor zum Engadin, liegt direkt am Südufer des Silser Sees.

"Erlenwäldchen" bedeutet der Name des beschaulichen Dörfchens, das erstmals 1244 urkundlich als "Malongum", dann als "Malodia" und "Maloggia" erwähnt wird, bis 1947 schliesslich "Maloja" zur offiziellen Verwendung kam. Die Benennung geht zurück auf Hirten aus dem nahen Veltlin, die damit der Erle - rätoromanisch: Malös bzw. Marös - ein sprachliches Denkmal setzten.


Die Geschichte Malojas beginnt bereits 2000 Jahre v. Chr., als die ersten Jäger durch die Gegend streiften. Die Ornamentssteine von Maloja, die Wannengräber und die Münzfunde sind beredte Zeugen dieser Geschichte. Die grosse Bedeutung als Passdorf kam der Siedlung bereits während der Römerzeit zu und noch heute finden sich auf dem Wanderweg nach Cavril Spuren einer Römerstrasse. Auch der Einfluss der Schmuggler, die sich von hier über gefährliche Pfade bis nach Italien und zurück bahnten, trug erheblich zur wirtschaftlichen als auch kulturgeschichtlichen Entwicklung Malojas bei.


Ab dem 15. Jahrhundert wurde Maloja von den Bauern von Stampa im Bergell für ihre Maiensässe erschlossen. So zeugen noch heute ursprüngliche Bauten in den Weilern Cresta, Cà de Maté, Orden und Pila davon. Plünderungen, Verwüstungen und Besetzungen als Auswirkungen der napoleonischen Kriege prägten das Ende des 18. Jahrhunderts: Französische und österreichische Truppen sorgten damals für unruhige und unglückliche Zeiten.


100 Jahre später, mit dem Einzug des Bädertourismus, prägte ein ganz anderer Geist die Gemeinde. Der belgische Graf Camille de Renesse zeigte einen besonderen Pioniergeist und hegte die (letztlich: zu) grosse Ambition, aus Maloja das "Monte Carlo der Alpen" zu machen. Er plante die eleganteste Feriendestination des Engadins vor allem für den Hochadel und liess in diesem Zuge u. a. das gigantische Hotel Maloja Palace, das Hotel Schweizerhaus, die beiden Kirchen, das Schloss Belvedere und verschiedene Villen erbauen. Doch seine Pläne scheiterten, und Maloja wurde stattdessen zum kleinen sympathischen Ferienort für die ganze Familie.




Adresse
Maloja Tourist Information
Strada cantonale 367
7516 Maloja